Was ist die SHODO?

SHODO ist das japanische Wort für Kalligrafie. SHODO bedeutet “Weg des Schreibens” (SHO = Schreiben, DO = Weg). Die Japaner verwenden hierfür vorwiegend chinesische Schriftzeichen (KANJI). Diese haben Gelehrte vor über 1500 Jahren von China nach Japan eingeführt. Bis dahin hatten die Japaner keine eigenständige Schrift, alles wurde mündlich überliefert. 

 

Heute wird die „Kunst des Schönen Schreibens“ in Japan hochgeschätzt. Die wichtigsten Werkzeuge eines Shodokünstlers sind die vier Kostbarkeiten. Das sind Papier, Tusche, Reibestein und Pinsel.

 

Der Kalligraf schafft mit Pinsel und Tusche auf dem Papier ein Kunstwerk, das Harmonie und Schönheit wiedergibt. Jeder Punkt, jede Richtung, jede Form, jedes Ende einer Linie und das Verhältnis zwischen Geschriebenem und leerem Raum sind für den Gesamteindruck des Kunstwerkes wichtig. Jedes einzelne Werk spiegelt den Künstler wider.

 

 


Ausrüstung/Materialien

Stile

KAISHO ist die Standardschrift, die auch in Japan in der Schule als Normschrift gelehrt wird. Sie ist vergleichbar mit unserer Druckschrift. Kaisho ist streng formal und jeder Strich muss einzeln geschrieben werden.


GYOSHO ist eine Halbkursivschrift, die durch leichtes Vereinfachen der Standardschrift ein schnelleres und flüssigeres Schreiben erlaubt.


SOSHO ist ein sehr kursiver – unter ästhetischen Aspekten – vereinfachter Schreibstil, der auch für Japaner, die dieser Schriftart nicht kundig sind, schwierig zu lesen ist.


Hier das Beispiel des Kanjis „Pferd“, wie es sich aus der ursprünglichen zur heutigen Schreibweise entwickelt hat: